Warum eine gute Trauerrede so wichtig ist – ein Blick aus dem Herzen
Wenn wir uns von einem geliebten Menschen verabschieden müssen, wiegt der Verlust schwer. In diesen Momenten des Schmerzes erinnern wir uns an die gemeinsame Zeit und lassen das Leben im Geiste Revue passieren. Eine gute Trauerrede sollte genau das tun: Sie sollte ein Bild des Lebens malerisch in Worten wiedergeben – ehrlich, würdevoll und lebendig.
Eine persönliche Erfahrung, die mich geprägt hat.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie tief Worte verletzen oder heilen können. Die Beisetzung meiner Mutter ist mir noch immer sehr präsent. Wir sind eine große Familie mit neun Kindern (eines ist leider jung verstorben) und haben unter uns Geschwistern ein sehr gutes Verhältnis. Als unsere Mutter schwer krank wurde, haben wir gemeinsam alles organisiert, um sie zu Hause bestmöglich zu versorgen.
In der Trauerrede bei ihrer Beisetzung wurden wir Kinder jedoch mit keinem Wort erwähnt. Dieses Schweigen hat mich tief verletzt. Es fühlte sich an, als würde ein wesentlicher Teil ihres Lebens und unserer Liebe einfach übergangen.
Jedes Leben verdient es, gesehen zu werden.
Genau deshalb ist mir meine Arbeit heute so wichtig. Ein Leben ist nie nur schwarz oder weiß, nie nur gut oder nur schlecht. Es gibt Höhen und Tiefen, Auf und Abs. Doch selbst der bescheidenste Mensch hat seine Freuden, seine Träume und seine Spuren hinterlassen.
Als Trauerredner im gesamten Rhein-Main-Gebiet – von Maintal über Hanau bis Frankfurt – ist es mein Ziel, diese Spuren zu finden. Ich höre zu, ich frage nach und ich sorge dafür, dass in der Abschiedsrede niemand vergessen wird, der Teil dieses Lebensweges war.
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